Aleksandrowka
Russisch-Exkursion der Jahrgangsstufe 11 nach Potsdam
Am 21.12.2011 fuhren der Russisch-Kurs 11, sowie ein Teil der Klasse 10a zusammen mit Russischlehrerin Frau Hanke nach Potsdam, um dort die russische Kolonie Alexandrowka und den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Nach der mehr als zweistündigen Zugfahrt gingen wir bei regnerischem Wetter durch die Potsdamer Innenstadt und erreichten nach kurzem Fußmarsch unser erstes Ziel. Dort bekamen wir eine kurze Einweisung und wurden von einer freundlichen Frau durch das kleine Museum geführt. Als dann endlich ein paar Sonnenstrahlen durch die dichte Wolkendecke schienen, setzten wir unsere Führung durch das Dorf fort. Vorbei an den russischen Bauernhäusern gelangten wir auf den Hügel zur Kirche, wo wir einen Einblick in russisch-orthodoxe Traditionen erhielten.
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Als unsere Führung dann nach 1 ½ Stunden zu Ende war, verabschiedeten wir uns und teilten uns auf: die 10.-Klässler gingen auf den Weihnachtsmarkt und wir genossen ein fabelhaftes Essen im russischen Restaurant. Während des Genusses von Pelmeni und Kosakentopf hatten wir nun auch die Möglichkeit unsere Füße aufzuwärmen. Da die typisch russischen Gerichte wirklich sehr lecker waren, konnten nun auch wir gestärkt zum Weihnachtsmarkt aufbrechen. Dort stießen wir zu den 10.-Klässlern und genossen die weihnachtliche Stimmung. Voller Erschöpfung, aber mit positiven Eindrücken des Tages traten wir die Rückfahrt am späten Nachmittag an und verabschiedeten uns nach der Ankunft in Gräfenhainichen in die wohlverdienten Weihnachtsferien.
Lucas Leischke
Russischolympiade
Eine fremde Sprache zu erlernen ist nicht einfach, erst recht wenn sie zu einer anderen Sprachfamilie gehört. Um die Schüler /-innen mit den besten Russischkenntnissen und Fähigkeiten zu ermitteln, fand die Russischolympiade auf Schulebene statt. Die Klassenstufen 8, 9 und 11 waren dabei vertreten und entsandten die Klassenbesten. Die Sieger Annalena Syring, Lukas Gräfner und Robert Gieske vertraten unsere Schule bei der Landesolympiade am 30. September in Magdeburg. Bei dem Ausscheid zwischen 21 Gymnasien konnte Rober Gieske den 3. Platz der Elftklässler belegen
Herzlichen Glückwunsch!
Sybille Neuhaus
Landessieger auf Schalke
Unser Wochenende auf Schalke
Nachdem wir uns für das Finale des Bundescups 2010 „Spielend Russisch lernen“ über die regionale Runde in Landsberg für das Land Sachsen - Anhalt qualifizierten, konnten wir ein aufregendes Wochenende in Gelsenkirchen erleben. Am 29.10.2010 reisten wir abends im „Hotel Arena“ an und konnten unsere Zeit noch frei gestalten.
Am nächsten Morgen durften wir an einer Stadtrundfahrt teilnehmen und bekamen somit einen Eindruck von den einzelnen Ortsteilen Gelsenkirchens.
Anschließend fanden dann die ersten Spielrunden im Haus Heege nach dem Mittagessen statt. Die 32 Schüler und Schülerinnen spielten nach der Auslosung und einer Einführung in die Spielregeln durch Anja Kretzer, der Projektleiterin, gegeneinander in 2 K.o. Runden das deutsch-russische Sprachspiel New Amici, welches Jugendliche an die russische Kultur heranführen soll. Ein Team besteht aus 2 Personen, wobei eine Russischkenntnisse besitzt und die andere nicht. Wir besiegten ein Pärchen, doch beim nächsten konnten wir den Sieg leider nicht erreichen und schieden somit aus.
Das abendliche Heimspiel vom FC Schalke gegen Bayer Leverkusen, welches uns auch ermöglicht wurde, war für uns ein großes Erlebnis, da wir vorher noch nie bei solch einem Fußballspiel waren. Sogar eine Stadionführung durch die Multifunktionsarena am Sonntag war geplant, während die letzten Finalisten um den Sieg kämpften. Die Gewinner der ersten drei Plätze sind Schülerinnen aus Sachsen und Berlin. Sie dürfen nun nach Moskau und
St. Petersburg reisen. Alle Finalisten, die keine Reise gewonnen haben, erhielten wertvolle Atlanten vom Cornelsen-Verlag oder Gutscheine von Buch.de.
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Justine Naubik und Natalie Rätz, Klasse 10a
New Amici startet neu
Bei einem neuen Schulausscheid des New Amici Spieles qualifizierten sich die Sieger Tom Wetzel und Elisabeth Költsch für den Landesausscheid. Aus acht Mannschaften gingen sie als Siegerteam hervor.
Das Russomobil zu Besuch im PGG
Studentin Ekatarina Koslova will am Gräfenhainichener Gymnasium für die russische Sprache begeistern. (FOTO:THOMAS KLITZSCH)
Für die Mitteldeutsche Zeitung berichtet Ulf Rosalsky:
"GRÄFENHAINICHEN/MZ. Russisch kommt seit ein paar Monaten auf Rädern daher. ...
Eine, die sich auf den Weg macht, ist Ekatarina Koslova. Die junge Russin ist für Freunde und Schüler gleichermaßen "die Katja". Zu Hause ist sie in Novosibirsk, momentan studiert sie in Berlin und hat großen Spaß daran, für ihre Sprache und ihr Land zu werben. Russland: Für die Sechstklässler des Gräfenhainichener Paul-Gerhardt-Gymnasiums ist es auf den ersten Blick kein unbekanntes Land. "Das größte Land der Erde", erzählen die Mädchen und Jungen, die in den kommenden Monaten eine Entscheidung für die Zukunft fällen müssen. ...
Sie sollen entscheiden, welche zweite Fremdsprache sie lernen. Russisch steht hoch im Kurs in der Heide. ...
... Medwedjew und Putin sind den Schülern bekannt, von der Blickrichtung des Doppeladlers nach Europa und Asien haben sie schon gehört. Auch den Samowar wissen sie einzuordnen. "Klar, das ist die russische Teemaschine."
Ekatarina Koslova muss schmunzeln über die Antworten der Gräfenhainichener Schüler. Doch sie hat Lob für deren Wissen übrig. Ein paar Takte russischer Musik erklingen und schließlich toben im Trickfilm noch Hase und Wolf um die Häuser. Russisch, so der schnelle Eindruck, ist eine Sprache, die Freude bringen kann und die Tür zu neuen Welten öffnen wird. "Wer war schon mal in Russland?" Stille herrscht unter den Sechstklässlern. Doch was nicht ist, könne ja noch werden. Vielleicht sogar wegen der Beschäftigung mit der Fremdsprache. Zwischen Gräfenhainichen und dem russischen Saratow wurden einst Freundesbande geknüpft, Schüler gingen auf die Reise. Möglich, dass die neuen "Abc-Schützen" den Kontakt zur Stadt an der Wolga wieder auffrischen werden. ..."
Tanzshow begeistert die Zuschauer
Gruppe Alexis aus Mozyr im Paul-Gerhardt-Gymnasium
In Zusammenarbeit mit der Deutsch - Russländischen Gesellschaft und unter der sehr aktiven
Mitarbeit von Herrn Dr. Wehmeier kommen immer wieder junge Musiker, Tänzer und andere Künstler in den Landkreis Wittenberg, um dort aufzutreten und das Leben ihrer Altersgenossen in Deutschland kennen zu lernen.
Diesem günstigen Umstand war es zu verdanken, dass am 13.10.2010 zum wiederholten Male die Tanzgruppe Alexis aus Mozyr (Weißrussland) mit einer bunten Show aus Gesang und Tanz im Paul – Gerhardt – Gymnasium auftreten konnte. Den russisch Lernenden an unserer Schule bot sich so die Gelegenheit, einen kleinen Ausschnitt osteuropäischer Kultur hautnah zu erleben. Die professionellen Darbietungen der jungen Künstler, die unter anderem moderne russische Pop- und Rapmusik, sowie durch originelle Kostüme, Ideen und Artistik gestaltete Tänze umfassten, begeisterten das Publikum ein ums andere Mal.
Im Anschluss an diese erstklassige Vorstellung fanden sich die Schüler der Russischkurse
11 und 12 mit den Mitgliedern des Ensembles zu einem kleinen Buffett, organisiert durch die Schüler des Russischkurses 11, zusammen, um sich noch ein wenig zu unterhalten.
Holger Ernst
Aufführung 2010
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| Aufführung 2009 | ||
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Ankommen heißt mittendrin statt nur dabei.
Unter diesem Motto präsentierten sich am 28.05.2010 Vertreter der russlanddeutschen Minderheit vor Schülerinnen und Schülern unserer Schule, die Russisch als 2. Fremdsprache lernen.
Die Integration der Mitbürger, die Deutsche sind, aber in ihrer leidvollen Geschichte über Generationen hinweg zum Teil ihre Sprache verloren haben und in Deutschland angekommen, erfahren müssen, dass sie auch hier nicht als „vollwertige“ Deutsche behandelt werden, liegt der Ortsgruppe Wittenberg der Landsmannschaft der Russlanddeutschen und Herrn Fischer mit der Wanderausstellung zum Thema am Herzen.
Das Projekt von Herrn Fischer wird vom Bundsministerium des Innern gefördert und umfasst nicht nur die sehr informative Ausstellung zur Geschichte der Russlanddeutschen, sondern auch eine Filmdokumentation über die Übersiedlung einer Familie aus Kasachstan nach Deutschland aus Sicht eines Kindes.
Am interessantesten wurde es aber, als Herr über sein eigenes Schicksal erzählte und über das seiner Familie….
Besonders die dreißiger und vierziger Jahre erwiesen sich als katastrophal für eine bis dato wirtschaftlich sehr erfolgreiche Minderheit in Russland. Alle Familien wurden nach Mittelasien oder in Industriezentren Sibiriens umgesiedelt, wegen angeblicher Kollaboration mit Nazideutschland. Kurz danach wurden alle Männer ab dem 15! –ten Lebensjahr in Arbeitslager deportiert. Die wenigsten haben überlebt. Frauen wurden in der Industrie oder in Bergwerken beschäftigt. Auch sie mussten zum Teil in Lagern leben und ihre Kinder wurden in Kinderheime gesteckt. Deutsch wurde verboten. Und so verloren die damaligen Kinder sehr schnell ihre Muttersprache. Auch nach dem Krieg, als sich überlebende Familien wiedervereinigt hatten, durften Deutsche nicht in ihre alten Siedlungsgebiete und in ihre Häuser zurück. Deutsch durfte nicht in der Schule gelernt werden und Deutsche durften nicht studieren. Allgegenwärtig war die Diskriminierung, denn sie gehörten ja zu dem „Volk der Faschisten“.
Dieses Trauma sitzt tief und ist wohl ein Hauptgrund für viele Russlanddeutsche, nach Deutschland überzusiedeln.
Mit diesen Hintergrundinformationen betrachten wir die Deutschen, die irgendwie anders deutsch sprechen, mit mehr Sympathie.
Das ist wohl ein Hauptanliegen von Herrn Fischer und auch von dem oben schon erwähnten Ortsverein der Russlanddeutschen aus Wittenberg.
Hier sind nur die Mittel andere. Da gibt es den Chor Aljonuschka, der mit farbenfrohen russischen, ukrainischen und deutschen! Nationaltrachten uns Lieder aus den Heimatregionen der Russlanddeutschen präsentierte. So wurden deutsche, russische, ukrainische und jiddische Volkslieder gesungen und erklärt.
Die Erzählungen von Frau Wiedemann, der Leiterin des Projektes, waren nicht nur interessant, sondern auch warmherzig und eine Motivation für die anwesenden Lehrerinnen und Lehrer die Kooperation mit dem Verein in Wittenberg und Herrn Fischer im nächsten Schuljahr fortzusetzen.
Gabi Hanke














